


Gute Akustik
Kleine Räume für hochwertige Musikwiedergabe sind besonderen Anforderungen an die Raumakustik ausgesetzt. Mit einer einfachen Berechnung der Nachhallzeit ist es hierbei nicht getan.
Raummoden: Zum einen gibt es ein hohes Ausmaß von tieffrequenten Spektralanteilen, zum anderen sind die Räume meist relativ klein. Dies erfordert eine besondere Beachtung von Raumeigenmoden.
Hier geht es zum Raummodenrechner.
Raumgrösse: Je grösser der Raum, desto besser. Die Mindestgröße wird von der Wellenläge definiert und hängt somit von den Lautsprechern und von der Art der Musik ab.
Mindestgröße der größten Raumabmessung = halbe Wellenlänge. Die Wellenlänge von 25 Hz ist 13,6m. Die Raumlänge (bzw. größte Raumdimension) sollte für diese Frequenz also 6,8m betragen.


Lautsprecherpositionierung: Diese müssen je nach Modell und Raum mit einem gewissen Abstand zur Wand aufgestellt werden (Richtwert: 1m) Um die beste Position zu ermitteln sollte man sich etwas Zeit nehmen um zu experimentieren. Alle Lautsprecher sollten auf jeden Fall auf den Hörplatz hin ausgerichtet sein.
Die Nachhallzeit sollte im Bereich 0,35 - 0,40 Sekunden liegen, eine geringere Halligkeit stellt dabei jedoch kein Problem dar. Allerdings sollte auf die frequenzlinearität der Nachhallzeit geachtet werden. Zu viel Absorption im hohen Frequenzbereich erzeugt einen muffigen Klang. Welche Absorber erforderlich sind, kann meist ganz gut mit dem Nachhallzeitrechner ermittelt werden.
Kantenabsorber / Tiefenabsorber: Sind hinter den Lautsprechern mit dem Eck zur Raummitte weisend am Besten aufgestellt. Sind sehr effektive Tieffrequenzabsorber.
Positionierung Flächenabsorber: Flatterechos beachten. Um keine asymmetrische Wahrnehmung von linkem und rechtem Ohr zu erhalten, sollten die Absorberflächen jedoch links und rechts gleichmäßig verteilt werden. Gegebenenfalls eher mit schallstreuenden Elementen arbeiten.
Lokalisierbarkeit: Um die Räumlichkeit der Klangwahrnehmung zu erhöhen, sollte der Anteil des Direktschalls im Verhältnis zum früh reflektierten Schall hoch sein. Später Nachhall kann als Echo wahrgenommen werden, frühe Reflexionen verändern die Ortung der Schallquelle. Eine zu starke Dämpfung der frühen Reflexionen kann jedoch auch zu einer Isolierung einzelner Schallquellen führen.
Die zeitliche Verzögerung der frühen Reflexionen entscheidet auch über den Eindruck der Raumgröße. Spätes Eintreffen der ersten Reflexionen erzeugt den Eindruck eines grösseren Raumes. Wenn möglich sollte man auch mit den Absorberpositionen etwas experimentieren.